Macht ist nicht gerade ein positiv besetztes Wort in unserem Sprachgebrauch. Natürlich helfen einem die Politik, die Medien und die Wirtschaft derzeit auch nicht gerade dabei Macht positiv zu betrachten.

Foucault holt zur Defensio für die Macht aus und schreibt in seinem Buch Überwachen und Strafen: „Man muß aufhören, die Wirkungen der Macht immer negativ zu beschreiben, als ob sie nur 'ausschließen', 'unterdrücken', 'verdrängen', 'zentrieren', 'abstrahieren', 'maskieren', 'verschleiern' würde. In Wirklichkeit ist Macht produktiv; und sie produziert Wirkliches.“

Im Zuge rein oberflächlicher historischer Betrachtungen ist es erschreckend, wie der Begriff nicht in Verbindung mit großen, positiv betrachteten Personen gebracht wird. Gandhi, Mandela und King sind herausragende Beispiele von positiv besetzter Macht ohne negative Herrschaftsgedanken.

Foucault begreift Macht im Text "Dispositive der Macht", als schöpferische Kraft: "Der Grund dafür, daß die Macht herrscht, daß man sie akzeptiert, liegt ganz einfach darin, daß sie nicht nur als neinsagende Gewalt auf uns lastet, sondern in Wirklichkeit die Körper durchdringt, Dinge produziert, Lust verursacht, Wissen hervorbringt, Diskurse produziert; man muß sie als ein produktives Netz auffassen, das den ganzen sozialen Körper überzieht und nicht so sehr als negative Instanz, deren Funktionen in der Unterdrückung besteht."

Begreifen wir Macht als etwas Positives, als etwas, das Gutes schaffen kann.

Machen wir 2014 zu einem noch besseren, d.h. zu einem guten Jahr!