Super-Griss vs Bat-Van

Super-Griss vs Bat-Van

Black and Blue. (Na hoffentlich nicht)

God vs. Man.

Day vs. Night.

The Red-White-Red Presidents are Coming!

Lex Luthor, in seiner Rede zur Weltzerstörung 2016, leicht modifiziert

Der größte Gladiatorenkampf der Geschichte im Zwergenstaat Österreich, die Bundespräsidentenwahl 2016, findet am 24. April 2016 statt. Zugegeben nicht ganz so spannend wie Batman vs. Superman, aber dennoch beachtenswert.

Doch die Wahl ist eine Qual. Zerrissen zwischen den Kandidaten Irmgard Griss und Alexander Van der Bellen wäre es in die Wahlkabine gegangen. Bis vor einer Woche hätte ich noch mein High-End-Datamind-Factbased-Decision Tool eingesetzt … also eine Münze geworfen.

Doch es wird anders kommen, denn es gibt zwei alternative Argumente für den schrulligen Kettenraucher Van der Bellen:

Der Papst hat’s gesagt - theologisches Argument

Zugegeben, ich weiß nicht, ob der Papst die Bananenrepublik Österreich überhaupt kennt, dennoch lässt sich aus seiner Umwelt Enzyklika ein klares Argument gegen Griss ableiten.

Dabei geht es gar nicht um Ökologie, sondern um eine Kritik an einer blinden Rechtsgläubigkeit (Elfenbeinturm dt. Legalismus) die unser moralisches Denken bestimmt. Dabei kann das Gesetz nur ein Minimum-Standard eines guten Lebens sein und kann, in sehr seltenen Ausnahmefällen, sogar gebrochen werden.

We should never forget that everything Adolf Hitler did in Germany was «legal«

Martin Luther King, Jr.

In meinen Augen muss der/die PräsidentIn etwas repräsentieren, was über den Gesetzestexten steht. Etwas was der Gesellschaft, dem Land Österreich, mehr abverlangt als wie Schafe den Regeln zu folgen.

Ob Frau Griss dazu fähig ist, weiß ich nicht, aber beim Bat-Van bin ich mir fast sicher, dass er anecken wird.

Hobbys - philosophisches Argument

Wie tickt ein Mensch? Wenn ich Lebensläufe analysiere, ist das meist so ein Mix aus Werdegang und Hobbys um zu klären, ob jemand borniert und verklemmt ist oder dynamisch und flexibel. Man könnte meinen, Van der Bellen ist da etwas verklemmter, vormals SPÖ, dann Grüne … das schreit ja förmlich nach Freundschaft und Genossentum.

Doch sein Hobby, die Zeitschrift The Economist zu lesen, verrät, dass er mehr open minded ist, als sein Werdegang schließen lässt. Denn trotz der sozi(o)-ökologischen Gesinnung, ist es beachtlich sich zu einer liberalen Zeitschrift zu bekennen. Und dies in einem Interview, in dem man normalerweise sagt, was die Menschen hören wollen, wie z.B.: Schnitzeln essen. Diese Ideologie-Pluralität ist sonst bei keinem der Kandidaten vorhanden und eine Chance für das Land.

Für mich ergibt das eine klare Tendenz für Van der Bellen. Wenn er noch mit dem Rauchen aufhören würde, dann schafft er vielleicht auch eine zweite Amtszeit.

Happy Wähling!

Baumeister Lugner, frei erfunden aber wenigstens erwähnt ;)